Als Neurologe/Interventioneller Schmerztherapeut beschäftige ich mich mit der Behandlung von Problemen aller Art an allen Abschnitten der Wirbelsäule, vom Übergang zwischen dem Kopf und der Halswirbelsäule, über die Brust- und Lendenwirbelsäule, bis zum Kreuzbein und dem Becken.
Wirbelsäulenmedizin ist Teamarbeit, sie funktioniert nur in Kooperation mit dem Patienten selbst sowie anderen Spezialisten, z.B. Neurologen, Rheumatologen, Physiotherapeuten, Chiropraktikern, Osteopathen und vielen mehr sowie natürlich in enger Zusammenarbeit mit Ihrem Hausarzt und dem Patienten selbst.

 

Intervention

Nach vorgängiger ausreichender Abklärung führen wir unter anderem in der Rosenklinik in Rapperswil das gesamte Spektrum der interventionellen Schmerztherapie durch.

Krankheitsbilder bei interventioneller Schmerztherapie:

  • Rückenschmerzen (Lumbago, lumbospondylogenes Schmerzsyndrom, "Hexenschuss")
  • Ischias (Radikulärer Schmerz, Bandscheibenvorfall, Diskushernie, Beinschmerz, Armschmerz)
  • Schaufensterkrankheit (Spinalkanalstenose, morgendliche Anlaufschwierigkeiten, Kraftlose Beine)
  • Nackenschmerzen (Nackenkehre, Tortikollis)
  • Spezielle Leistenschmerzen (Meralgia paraesthetica)
  • Migräne und andere Kopfschmerzformen

 

Wirbelsäulenchirurgie

Die Wirbelsäule ist eine sehr komplexe und interessante Struktur des menschlichen Körpers. Sie ist einerseits die mechanische Struktur, die alle Teile unseres Körpers miteinander verbindet, andererseits laufen durch sie mit dem Rückenmark und den abgehenden Nervenwurzeln die wichtigsten peripheren Nervenstrukturen.

In jedem Alter kann es leider damit auch Probleme geben. Es gibt angeborene Wirbelsäulen Fehlbildungen wie den „offenen Rücken“ (Spina bifida) oder die kindliche Wirbelsäulenverkrümmung (junvenile Skoliose), im jungen Erwachsenenalter wird meist das angeborene Wirbelgleiten (Spondylolisthesis, Spondylolyse) symptomatisch. Bereits früh treten auch die ersten degenerativen, durch Abnützung entstandenen Krankheiten zutage, dies ist vor allem der klassische Bandscheibenvorfall (Diskushernie) und in älteren Jahren die Verengung der Wirbelsäule (Spinalkanalstenose). Auch Unfälle, Traumen, können zu Schäden an der Wirbelsäule führen. Im höheren Alter sind Wirbelkörperbrüche bei Osteoporose sehr häufig.

Die Chirurgie steht sehr häufig am Ende der Behandlung eines Wirbelsäulenleidens, nach Ausschöpfung sämtlicher anderer Therapieverfahren. Nur in seltenen Fällen muss sofort operiert werden. Indikationen hierfür sind z.B. schwere Lähmungen oder der Verlust der Blasen- und Mastdarmkontrolle, Ursachen hierfür sind eine Kompression des Rückenmarks oder wichtiger Nerven. Rasch zu operieren ist ausserdem bei instabilen Wirbelsäulenverletzungen.

 

Operationen bei Erkrankungen/Verletzungen im Bereich der Wirbelsäule:

  • Spinalkanalstenose (Einengung des Wirbelkanals)
  • Bandscheibenvorfälle (Diskushernie, Ischias)
  • Wirbelgleiten/Instabilität
  • Wirbelbrüche (Osteoporose/Trauma)
  • Implantation von Neurostimulatoren (Chronische Schmerzpatienten)

Alle diese Eingriffe werden an allen 3 Teilen der Wirbelsäule (Hals-, Brust, Lendenwirbelsäule) durchgeführt, 90% aller Operationen erfolgen aber an der Lendenwirbelsäule.

 

Chronische Schmerzen

Schmerzen sind wichtige Warnsignale. Wo ein Schmerz auftritt wird dem Menschen signalisiert, da ist etwas nicht in Ordnung. Oft ist der Schmerz Auslöser für eine ärztliche Abklärung. Das Problem wird behandelt und der Schmerz verschwindet - im Normalfall.

Wird die Ursache des Schmerzes jedoch nicht gefunden oder nicht behandelt, entwickelt sich ein Dauerschmerz. Das beeinträchtigt nicht nur die Lebensqualität massiv, sondern birgt auch zusätzliche Gefahren. Durch die Dauerbelastung werden die Nervenenden so überreizt, dass selbst geringfügige Reizungen zu einer überempfindlichen Reaktion führen. Damit verlieren die Schmerzen auch ihre für den Menschen oft lebenswichtige Alarmfunktion. Der Schmerz ist so zu einer eigenständigen Krankheit geworden, welche für die Betroffenen und für die Angehörigen eine grosse Belastung darstellt.

Wir versuchen, chronische Schmerzen genau zu analysieren, zu lokalisieren und gezielt zu behandeln. Dafür stehen uns verschiedene medizinische Methoden zur Verfügung. Ziel ist es, Patientinnen und Patienten einem schmerzfreien Leben zuzuführen und damit die ursprüngliche Funktion des Schmerzes als Alarmsignal wiederherzustellen.

 

Mit einer umfassenden interdisziplinären Abklärung und einer fundierten Diagnose schaffen wir die Basis für eine gezielte Schmerztherapie nach folgenden Grundsätzen:

  • Abklärung von Schmerzpatienten im Hinblick auf ursächliche Behandelbarkeit
  • Schmerzlinderung und – Bewältigung durch ursächliche und/oder symptombasierte Therapien
  • Verbesserung der Belastbarkeit und Funktionsfähigkeit im Alltag, Beruf, Haushalt oder Freizeit
  • Steigerung der Lebensqualität
  • Re-Integration ins Berufsleben

 

 Rosenklinik Orthopaedie